Zitate


Viel Schönes wurde schon
über das Schreiben gesagt.
Eine kleine Sammlung.

„WRITE HARD AND CLEAR ABOUT WHAT HURTS.“

Ernest Hemingway, 1899 – 1961


„Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? […] Ein Buch muss die Axt sein, für das gefrorene Meer in uns.“

Franz Kafka, 1883 – 1924
(Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904)


„Wenn ich die deutsche Literatur der letzten zwanzig Jahre lese, die ist ja unerhört unerotisch. Da war zum Beispiel der große Thomas Bernhard – vollkommen unerotisch. Oder Grass: eigentlich immer unerotisch. Siegfried Lenz – immer. Martin Walser – beinahe immer. Wenn sich das deutsche Volk nach seinen Schriftstellern von heute richten würde, es würde sich überhaupt nicht mehr vermehren. Da sieht man, wie gering der Einfluss dieser Schriftsteller ist.“

Marcel Reich-Ranicki, 1920 – 2013


„Ich möchte Wörter behandeln, wie ein Handwerker das Holz, den Stein oder welches Material auch immer, möchte sie behauen, schnitzen, modellieren, biegen, polieren und glätten zu Klangmustern, Sequenzen, Skulpturen, Figuren, möchte lyrische Impulse, spirituelle Zweifel oder Überzeugungen und mir vage bewusste Wahrheiten, die ich zu fassen bekomme und mir verdeutlichen muss, ausdrücken und darstellen können.“

Dylan Thomas, 1914 – 1953


„Schreiben kommt aus dem tiefsten Inneren einer Person und der Schreiber weiß selbst nicht, was er in sich trägt. Das hat etwas Magisches.“

V. S. Naipaul, 1932 – 2018


„Als Schriftsteller fotografiere ich einfach in Worten, was ich sehe.“

Charles Bukowski, 1920 – 1994


„Ich habe mir niemals vorgenommen, zu schreiben.
Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht mehr anders zu helfen wusste.“

Herta Müller, geb. 1953


„Wörter! Ich sammle sie in allen Formen und Größen und lege sie im Geiste wie Schmuckstücke an.“

Hortense Calisher, geb. 1911 – 2009


„Die Rolle des Schriftstellers ist nicht, zu sagen, was jeder sagen kann, sondern was keiner ausdrücken kann.“

Anaïs Nin, 1903 – 1977


„Ich habe nie wirklich daran geglaubt, dass man nur eine Chance bekommt. Das Schreiben ist meine Methode, neue Chancen zu kreieren.“

Anne Tyler, geb. 1941


„Noch sind die Seiten leer, aber da ist dieses wundersame Gefühl, dass Worte da sind. Worte, geschrieben in unsichtbarer Tinte und begierig darauf, sichtbar zu werden.“

Vladimir Nabokov, 1899 – 1977


„Ich kann sie spüren, diese begrabenen Leben, die durch mich hervorkommen wollen, um sich zu erklären.“

Marge Piercy, geb. 1936


„Die Welt, die ich beim Schreiben erschaffe, entschädigt mich für all das, was die echte Welt mir nicht gibt.“

Gloria Anzaldua, 1942 – 2004


„Denken sie an all die anderen Schriftsteller auf dieser Welt, die, das Wörterbuch in der Hand und die Hoffnung im Schlepptau, immer wieder genau den Weg vom Computer zur Kaffeemaschine und zurück machen. Darin sind wir alle gleich, wir überqueren wieder und wieder den schmalen Grat zwischen Wörtern und Literatur.“

Abby Frucht


„Thomas Wolfe verzehrte die Welt und erbrach Lava. Dickens speiste jede Stunde seines Lebens an einer anderen Tafel. Molière, der die Gesellschaft gekostet hatte, wandte sich ab, um sie zu sezieren.“

Ray Bradbury, 1920 – 2012


„Dies ist das Gespür für Silben und Rhythmen, das aus der Tiefe weit unter der bewussten Ebene von Gedanken und Gefühlen heraufdringt und jedes einzelne Wort belebt.“

T. S. Eliot, 1888 – 1965


„Mein Ziel ist, auf Papier zu bringen, was ich sehe und was ich fühle, auf die beste und einfachste Art und Weise.“

Ernest Hemingway, 1899 – 1961


„Ich habe immer gedacht, ich will nie ein Buch schreiben. Aber plötzlich konnte ich nicht mehr, da musste ich schreiben.“

Astrid Lindgren, 1907 – 2002


„Ein Mensch ohne Bücher ist blind“.

Aus Island


„Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.“

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 -1832


„Wenn ich mich hinsetze, um ein Buch zu schreiben, sage ich nicht zu mir selbst: „Ich werde ein Kunstwerk herstellen.“ Ich schreibe, weil es eine Lüge gibt, die ich aufdecken will, eine Tatsache, auf die ich Aufmerksamkeit lenken will, und mein wichtigstes Anliegen ist es, Gehör zu finden.“

George Orwell, 1903 – 1950
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